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Die Anschaffung der Glocke

Mit Schreiben vom 1. Januar 1860 begründet der Ortsvorstand F. Kahlhöfer und Christian Trachte die Anschaffung einer Glocke: „Schon lange ist es gewiß der Wunsch eines jeden ordentlichen Christen in hiesiger Gemeinde gewesen eine Glocke zu besitzen, den wie schön ist nicht bei der Beerdigung einer Leiche, wen uns eine Glocke unser letztes Lebewohl nachruft--- wie rege wird da nicht der Gedanke in uns wer weiß wie lange dir noch vergönnt ist, ehe die die Sterbeglocke zum Grabe ruft“.

Die Glocke möge auch die von Natur aus trägen Menschen zum Gebet zu Gott ermuntern.

„Gott wolle doch einem jeden hiesigen Einwohner die Bedeutung einer Glocke fühlen lassen, um dadurch willig und mit Freuden sein Scherflein beizutragen, den es ist nicht ein Werk zu Menschen- sondern zu Gottes Ehre---„

Die noch fehlenden Mittel will die Gemeinde vom Gustav Adolph Verein erbitten.

Noch im Januar 1860 wird gesammelt Die Liste der Beträge zur Glocke ist noch bei den Gemeindeakten vorhanden.

Liste über den nachstehenden Betrag zur Glocke:

  Rtl. = Reichstaler Sgl.
 Witwe Schalk u. Johannes Fr. Behle  20  
 Johannes Pöttner u. dessen Vater Matthias    1  
 Christian Schalk    4    2
 Christian Kramer    1  15
 Carl Gräbe    2  
 Johann Potthof    4  
 Joh. Friedrich Behle v. Michels    1  
 Joh. Friedrich Schnautz    1  15
 Heinrich Schüttler    4  
 Friedrich Kalhöfer, Dommes  10  
 Christian Trachte    4  
 Friedrich u. Christian Kalhöfer v. Berghöfer    4  
 Lehrer Emde    1  15
 Johannes Trögeler    1  
 Schäfer Wilke    1  10
 Bernhard Behle    4  
 Christian Biederbick    -  15
 Christian Emde    1  10
 Joh. Friedrich Kleine    1  
 Christian Schnautz u. Georg Lamm    1  
 Henricus Wittmer    1  
 Christian Stremme Chaussewärter    -  15
 Insgesamt  70    7

Kollectiert im Monat Januar 1860 durch den Ortsvorstand. Friedrich Kalhöfer, Bürgermeister und Christian Trachte Beigeordneter.

Bereits am 23. April 1860 wird in Brilon mit dem Glockengießer H. Humpert durch Vorstand der Gemeinde ein Contrait (Vertrag) über die Lieferung einer Glocke erfolgen.

Die Glocke soll 120 Pfund wiegen Die Gemeinde zahlt pro Zehn Pfund 20 Reichsthaler.

Wo und wie die Glocke zunächst aufgehangen wurde, ist bisher nicht bekannt. Nach dem Bau der „Alten Schule“ 1880 soll sie in einem Holzgerüst neben der Schule geläutet worden sein. Ab 1929 wird die Glocke im Türmchen des ehemaligen Schulhauses durch einen Elektromotor geläutet. Ausnahme ist das Anschlagen des Klöppels mit der Hand (kleppen) bei Beerdigungen.

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