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Geleitworte

Der Waldeckische Geschichtsverein blickt auf die stolze Zahl von mehr als 70 Veröffentlichungen von Ortssippenbüchern zurück. Allein von 1990 bis Ende dieses Jahres werden 34 Neuerscheinungen zu verzeichnen sein. Damit sind wir in der Bundesrepublik führend bei der Herausgabe genealogischer Veröffentlichungen.

Zu diesem großen Erfolg gesellt sich nun der Band 74 - Bömighausen - der Waldeckischen Ortssippenbücher.

Autor dieses Buches ist Karl Thomas, der auf diesem Gebiet bereits über große Erfahrungen verfügt. Nach der Bearbeitung der Bände 42  Welleringhausen, 49 Neerdar, und der Mitgestaltung bei den Bänden 52 Alleringhausen und 67 Schweinsbühl, ist dies nunmehr sein 5. maßgeblich von ihm erstelltes Ortssippenbuch.

Damit ist Karl Thomas eine in jeder Hinsicht hervorragende Arbeit gelungen. Sein großes Interesse für die Geschichte seines Heimatortes Bömighausen weckte in ihm schon in frühen Jahren sein Onkel, Karl Schäfer, unser ehemaliges Ehrenmitglied und Heimatforscher. Ein halbes Jahrhundert sammelte Karl Thomas Fakten und Daten, wertete aus und ergänzte diese. Mit Aufsätzen anderer Autoren wurden sie die Grundlage dieses Ortssippenbuches. Dabei ist ihm gelungen Gegebenheiten und geschichtliche Ereignisse über die dörfliche Situation hinaus in die großen Zusammenhänge der näheren Heimat und darüber hinaus zu stellen. Das Ortssippenbuch Bömighausen ist damit zu einer interessanten Lektüre geworden in der sich die Mehrzahl der Ortsbewohner und Familien wiederfindet.

Der Vorstand des Waldeckischen Geschichtsvereins dankt Karl Thomas und allen Mitarbeitern, insbesondere Hans Bärenfänger, die an der Entstehung dieses Buches beteiligt waren. Dank sagen wir auch der Großgemeinde Willingen für ihren Druckkostenzuschuss.

Wir sind überzeugt, dass das Ortssippenbuch Bömighausen bei seinen Einwohnern, bei Freunden und Bekannten großes Interesse finden wird.

Korbach/Bad Arolsen, im November 2004

Alfred Rüscher

Stellv. Vorsitzender des Waldeckischen Geschichtsvereins

THOMAS TRACHTE

Bürgermeister der Gemeinde

Als Ortsvorsteher unseres schönen Ortes, in dem ich mich seit fast 30 Jahren vom ersten Tag an wohlfühle, möchte ich mich im Namen aller Bömighäuser, auch aller ehemaliger Bömighäuser recht herzlich bei all denen bedanken, die dazu beigetragen haben, dieses Ortssippenbuch mit Chronik und Sippenteil zusammenzustellen.

Die Leistungen, die dabei Einzelne erbracht haben, können nicht hoch genug bewertet werden. Möglich war dieses Werk nur durch das Zusammenwirken vieler engagierter Mitarbeiter.

Einer sollte allerdings schon besonders erwähnt werden. Ohne die Arbeit des in Bömighausen aufgewachsenen Lehrers Karl Thomas gäbe es keine  Chronik und kein Ortssippenbuch für Bömighausen. Ihm gebührt also besondere Anerkennung und ein herzlich gemeintes Dankeschön.

Beim Lesen dieses Buches wünsche ich allen interessierten Lesern besonders den Bömighäusern viel Freude und hoffe, dass sie diesem Buch viele Informationen entnehmen können.

DETLEF ÜCKERT

Ortsvorsteher von Bömighausen

Dank an die Herausgeber des Ortssippenbuches Bömighausen

„Tief ist der Brunnen der Vergangenheit. Sollte man ihn nicht unergründlich nennen?“

So beginnt Thomas Mann sein Epos „Joseph und seine Brüder“, das sowohl die biblische Urgeschichte schildert und dann im Hauptteil die bewegte Lebensgeschichte des Joseph, seinen Aufstieg in Ägypten, die Rettung aus Hungersnot für viele Völker des heutigen Nahen Ostens und die zunächst freundliche Aufnahme der verarmten hebräischen Nomaden aus Palästina in Ägypten.

„Tief ist der Brunnen der Vergangenheit. Sollte man ihn nicht unergründlich nennen?“

Sie haben, indem sie das Ortssippenbuch Bömighausen geschrieben haben, Eimer um Eimer aus diesem Brunnen der Vergangenheit emporgeholt. Und Sie haben dabei Interessantes entdeckt, Dinge, die es zu wissen lohnt. Sie haben Zusammenhänge wiederhergestellt, die abzusinken drohten, sie haben ausgeschaut nach all dem, was im Wasser schwebte und wieder aufzufischen war. Sie haben das Oben und Unten, das Vorher und Nachher benannt.  Und Sie haben bei aller intensiver Arbeit gespürt, daß dieser Brunnen der Vergangenheit wirklich unauslotbar ist.

In der Tat: „Tief ist der Brunnen der Vergangenheit.“

Sie haben in all dem etwas Unschätzbares für Ihr Dorf, für unsere ganze Region geleistet. Sie haben diesen Brunnen der Vergangenheit für uns zu einem lieben Platz gemacht, an den man sich gerne setzt. An diesem Brunnen kann man mit der Hand im Wasser plätschern – z.B. indem man das Ortssippenbuch so locker durchblättert – oder man kann den Kopf richtig ins Wasser tauchen, wenn man sich intensiv mit der Geschichte auseinandersetzt und spürt, daß die Historie keine trockene, verstaubte Wissenschaft ist, sondern im Hier und Jetzt erfrischen und beleben kann.

Diesen Brunnen der Vergangenheit haben Sie für Sich, für Ihre Kinder und Kindeskinder und alle, die da noch kommen sollen, zu einem lieben Platz gemacht, an dem man – bildlich gesprochen – gerne zusammenkommt. Dafür sei Ihnen herzlich gedankt.

Und dafür sei Ihnen auch persönlich gratuliert, denn wir Pfarrer sind ja eine Zunft, für die die Geschichte immer eine Rolle spielt – auch wenn wir manchmal mit eigenem Staunen von der Aufhebung der Zeit singen und sagen.

Ganz praktisch: Gelegentlich erreicht mich ein Brief mit einer Ahnenanfrage. Und dann blättere ich ziemlich orientierungslos in alten Kirchenbüchern und versuche mich von Jahreszahl zu Jahreszahl durchzuhangeln in schwierigen Handschriften. Wenn ich dann Ihr schönes, brandneues Ortssippenbuch danebenhalten kann: Welch ein Fortschritt mit den übersichtlich gegliederten Abschnitten zu den Familien und einzelnen Menschen aus Bömighausen!

Also, auch aus praktischen Gründen bin ich Ihnen sehr dankbar für Ihr Ortssippenbuch.

Noch einmal: Mein Glückwunsch an alle, die daran mitgearbeitet haben, - auch und gerade still und bescheiden im Hintergrund! - etwas aus dem Brunnen der Vergangenheit nach oben zu befördern und auch auf diese Art und Weise Bömighausen zu pflegen und zu gießen. Denn gerade das Wachstum in die Zukunft hinein braucht das Wasser aus der Vergangenheit, weil sonst die Wurzeln absterben oder vertrocknen.

Mit dem Ortssippenbuch haben Sie „Heimat“ geschaffen für Kinder und Kindeskinder. Und daß Bömighausen ein historisch interessanter Ort ist, bei dem man immer wieder aus der Tiefe frisches Brunnenwasser quillt, hat Ihre intensive und sorgfältige Arbeit ja auch ergeben.

Sie haben Geschichte aufgeschrieben und Sie haben Geschichte geschrieben, weil und indem Sie Geschichte an einem Punkt schriftlich fixiert haben.

Zu diesem Brunnen der Vergangenheit, den Sie für uns neu gefaßt und zugänglich gemacht haben, sei Ihnen hiermit herzlich gratuliert.

Möge dieses Ortssippenbuch alle Bömighäuser und alle anderen Interessierten erquicken und erfreuen.

MATTHIAS MÜLLER

Pfarrer

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