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Salbücher und Steuerregister

Das Dorf in Salbüchern, Amtsregistern und Steuerlisten von Karl Schäfer

1. Landsteuer 1529, Bommekusen

Das Dorf wurde mit 10 Goldgulden herangezogen (STA.M. 115.11.16)

1544 sind in Bömighausen bei der Türkensteuer 2 Haushalte genannt.

2. Bömighausen  im Salbuch von 1537

Boninckhausen gehört unserm g. H. mit aller Obericheit, gebot und verbot, halßgerichte, straeße und geleide, lanststüre, folge, brocke und bothe. Item gehörent int  gogericht zue Flechorff.

Item an den freien stoel zue Usselen. Item, so fel Denst, als me zemlicher weise van en fordert.

Item, der Zehende dolselbst ist auch sonder mittel unsers g. H.  Item, de roekhener, uß iglichem ein, facit VII honer. Item dit nabeschrieben sein de berge und knappe. Item de Werfelscheith. Item de stener, de barberech, de arnscheith, 20 Schweine, wan ful maste were, mochte me darin fethmachen ungeferlich.

Item sollichs ist verphent Kasper Treeß und seiner hausfrawen zu erer beder libe, und nach erben sterben mit zwenhundert und XL gl (240 Goldgulden) wedder zu loeßen, wie dat siggel und breve mit bringen, hat seine G. sich hir in vorbehalden folge, lantstüre, geleide, straeße, broeke und bothe.“ (115,6,15)

Aus der Zahl der Rauchhühner lässt sich die Größe des Dorfes ablesen, es heißt im Salbuch „uth iglichem Hause, da ein Rauch ausgeht, ein Huhn.“

3. Türkensteuer 1545, Bomickhausen

Johan Treiß von Bomickhausen, Joachim Engelmanns, Johan Backhausen, Frundtt Henrich, Churtt Luchten, Johan Slomers, Nolde Quelck, sein Junge, Anres Sauren, der Swager (ist Fr. von Hesseler), Thomas Kukelhenn Summa 13 Gl. 3ß

4. Landsteuer 1549

Joh. Engelmanns, Joh. Backhus, Henrich Frunt, Curt Luchte, Joh. Schlomer, Nolde Queleck, Anr. Suren, Friedr. v. Hesseler, Joh. Treiß, Thom. Kukelhenn Summa 1 ½ Gl

5. Landsteuer 1556 Das Dorf zahlte in zwei Terminen 17 ½ Tal. 6ß. Am Betrage fehlten 4ß, 3d,  die „der Schlömerschen“ nachgelassen waren.

6. Abgaben der Lehnsmänner oder Pächter an die Lehnsherren um 1575

Thomas Kalhobers gibt der alten Witwe des (hessischen) Kanzlers Johann Feige zu Kassel 10 Mütte Hafer. Henrich Nollen gibt Herrn Ludolf (ist Pastor Westenute in Neerdar) 10 Mütte Hafer. Henn Mollers (sehr undeutlich, könnte auch Gockeln heißen) gibt Winicken Nachlass (Erben) in Korbach 4 Mütte Hafer. Hermann Backes gibt zwei Taler nach Netze ins Kloster.

Henrich Kalhober gibt den Döringen zu Korbach 6 Mütte Hafer. Henrich Backes gibt Stoffel Weitencurt zu Höringhausen 6 Mütte Hafer. Die Becker zu Korbach haben einen Hof, an welchem mein gn. Herr (der Graf) den dritten Teil hat. Jost von Rhen hat einen Hof, braucht er gen Rhena. Thonges Kalhober zu Nirdar hat einen halben Hof hier, braucht er gen Nirder (Neerdar). Johann Küten von Welleringhausen hat einen halben Hof, braucht er gen Welleringhausen.

7. Amtsrechnung Eisenberg, 1598 Bomigkausen:

zahlt 8 Rt. 8 alb. Türkensteuer (1 Rute=16Fuß=4,662m),

Hans Caspar Treiß zahlt 2 Rtl. 2 alb. Das Dorf zahlt 2 Rtl. 2 alb. Kreissteuer, Hans Caspar Treiß zahlt 15 alb, 4 d Kreissteuer, Türkensteuer und Kreissteuer sind unständige Steuern. Hans C. Treß hat anno 1597 des Herrn Mühle wieder auf 6 Jahre gewonnen, gibt zu Mühlenzins 4 Mark?, gibt

2 Trl. 12 alb.

8. Amtsrechnung Eisenberg 1600, Bömigkausen, Hauszins (unständig)

Johann Noltten 10 alb, 4 d, Hans Behlen 4 alb, 4 d, Dielhausen Witwe 6 alb, Linus Gockeln 6 alb,

4 d, Borius Scherrers 6 alb, das Hirtenhaus 2 alb, 2 d, Erwins Haus hat im Jahr 3 alb gegeben, ist nunmehr ganz umgefallen, daher nichts zu berechnen. Summa Hauszins 1 Rtl, 15 alb, 2 d.

9. Generalregister (Salbuch 8) 1602, Bömighausen

Seindt darinnen Underthainen ahn

Ganzen Gespan: Ludolf Bornemanns und Johan Kaldehöber.

Halbe Gespan: Hans Caspar Treiß, Jochim Kaldehöfers relicta Trina, Johann Backes Gebrüder, Humpertt Engelmanns, Stoffel Backes vidua (Wwe).

Einspännige: Lip Henrich, Paul Westenuten rel. Kunna, Johann Noldten.

Köttener: Frantz Schmitthanses, Elpen Johann, Gerdtraut Backes, Hans Scheffer, Münster Johann, die Jungfrauen Hesselerinnen.

Geben jährlich ans Haus Eisenberg ständig Geld nichts unständig Geld 1 Rtl, 8 alb, 2 d.

Unständig Korn: Vom Zehnten kann ungefähr fallen 15 Mütte, 0 Spint, 0 Becher Rodeheuer und Zehnt ist ganz gering, wird selten solch Land daselbst besamt.

Stendige Hafer: Gaugerichtshafer 8 Spint.

Unständige Hafer: Vom Zehnten 17 M. 0 Sp. 0 Bch., Rodeheuer 1 M., Rauchhühner 16 Stück, Gänse: Linus Niep von der Herren Wiese 1 Stück, Zehnthahnen 14 Stück, Eier von einem Garten

2 Steige.

10. Schafzahl – Abgabe 1612: Joh. Nollen 4 alb, sein Sohn 4 ½ alb, Stoffel Backhaus 1 Kälber – Jährling, Curt Bornemann 1 altes Schaf, Hans Behlen 1 Jährlings – Hammel, 1 altes Schaf, Erben Backhaus 6 alb, Joh. Backhaus 1 altes Schaf, 1 Jährlings – Hammel, 1 Jährlings – Lamm, der Scheffer (Schlömer?) 1 altes Schaf, 1 Jährlings – Hammel, Joh. Kaldehöfer 3 alte Schafe, 1 Kälber – Lamm, 1 Hammel – Lamm, seine Schwester 1 ½ alb, die Jungfrauen von Hesseler 1 ½ alb. Zus. 14 Stück Schafvieh, 12 alb, 4 d.

11. Schatzung und Dienstgeld 1623 Bömigkausen: Lipp Henrich, Johann Kaldenhober, Benckhaus, Stoffel Brachts sind beeidigt worden.

Lipp Henrich, Münster Johann, Friederich Kaldehofer, Hans C. Treiß, item weg. Ludolfs Hof, it. wg. Jak. Engelmann, Johan Benckhaus, Elsa Bergmanns, das Hirtenhaus, Frantz Schmitt, Joh. Kaldehober, Urbach Bergmanns, Scheffer Hans itzo Henr. Behlen, Joh. Nollen, Curt Bornemann, Stoffel Buntkirch? zus. 10 Rtl, 6 ß, 0 d.

Anm.: Stoffel Brachts und Stoffel Buntkirch sind einwandfrei so zu lesen. In den Akten wird zu gleicher Zeit ein Stoffel Bunthausen genannt, in den nächsten Registern ein Stoffel Becker – Joh. Benckhaus erscheint im nächsten Register wieder mit richtigem Namen Backhaus.

12. Schatzung 1630 Bomigkausen: Joh. Backhaus, Stoffel Becker, Joh. Kaldehöber beeidigt. Joh. Backhaus, Curt Bergmann,  Hern. Belen u.a.

Salbuch der Gemeinde Bömighausen  vom Jahre 1682

Anno 1682, den 27. Jan. ist die aestimation der alligen Güter an Land, Wiesen, Gärten, Häuser etc. zur Umsetzung der Schatzung, 6. Febr. 1679 angefangen worden, durch die hiernach verzeichneten Herren Beamten, hierzu beeidigt, geendigt worden und solches in nachbeschriebener Ordnung.

Länderei-Taxe und Klassen

A zu 10 Rtl. ein Morgen von den besten

a zu   8 Rtl. ein Morgen, das Gerste tragen kann

b zu   6 Rtl. ein Morgen Roggenland, so nicht Gerste tragen kann

c zu   4 Rtl. ein Morgen geringes Kornland und Hafer

Ein Morgen zu 150 Ruten auf 8 Spint Aussaat geschätzt. Was zwischen diese Klassen in die spezia gefallen, ist durch die Verteilung in die vorgesetzten lassen eingeglichen worden. Zum Beispiel 1 Morgen z 3 Rtl. ist halb in c und halb in d gesetzt worden.

Wiesenwachs

Ein Morgen zu 120 Ruten zu einem geringen Fuder Heu

A 30 Rtl. eine gute Grumtwiese, da man wohl grumt oder vormäht.

b  14 Rtl. da man nur einmal Heu macht und nicht mehr.

c    8 Rtl. da man nur schrappen und die Sense anbringen kann.

d    5 Rtl. Hude, da man keine Sense anbringen kann.

Alle Häuser und Gebäu, wie auch die bei den Häusern und im Felde gelegenen Gärten sind auf der Stelle und Besichtigung geschätzt, und zwar die Feldgärten nach dem Fuß eines guten Morgen Landes.

Unterschriften! 1 Christian Meißner (Vermessung), 2 Hans Heinrich Jäger, 3 Johan Michael Geldmacher und 4 Johan Kalhöffer.

Verzeichnis der Mannschaft und besetzt und unbesetzten Güter

Wo sie wohnen Seite Nr. Name Zeitige Schatzung    
      Vollspänner      

12

23 1 Johann Kalhöfer  1 Rtl.  13Gr.  0 Hel.
9 32 2 Nöllen Wüsteguth  0    0  0
      Halbspänner      
3 11 1 Joh. Michel Geldmacher  0  23  5 1/2
2 7 2 Engelbracht Küten  0  22  2
1 1 3 Johan Arend Schalk  0  32

 0

6 14 4 Georg Klein  0  27  0
8 20 5 Melchior Bergmann  0  23  0
13 17 6 Hans Heinrich Jäger  0  29  0
7 29 7 Junker Treiß Wüsteguth  0    0  0
      Kötere      
10 37 1 Johannes Ranft  0    3  0
11 38 2 Daniel Kill  0    9  0
      Wüste Köterstätten      
15 50 1 Urban Bergmann      
14 39 2 Heinrich Bölen      
4 5 3 Johan Sauren      
5 41 4 Johan Münster      
  42   Die Mühle      

Ad generalia

1. Bömighausen, ein waldeckisches Dorf. (Frage nach dem Namen)

2. wissen sie nicht. (Frage nach Entstehung, Gründung)

3. durch einen Richter, welcher von der Herren Grafen Beamten angesetzt wird, und einen Vorsteher, welchen die Gemeinde alle Jahre auf der Reihe dazu annimmt.

4. Seien zu Nörder eingepfarret, wo selbst nötige Nachricht sein werde.

5. Der Richter, welcher alle anbefohlenen Bestellungen ausrichten und die Dienste ankündigen muss, dem nicht weniger die Sorge ums Beste fürs Dorf obliegt, hat allein den Handdienst die dritte Fuhre, 1 Rauchhuhn, 1 Mastschwein, 1 Zahlschaf frei.

6. Wissen keine Gerechtigkeit als (die, dass) sie gegen das hierin beschriebene Holzgeld notdürftig Brennholz hätten und unangewiesen hauten, in den Feldbergen allhier, Stenner, Lön, Werbeldscheid, Arenscheid, Burg. Der Förster hätte vor der Zeit von einem Ganzspänner 4, einem Halbspänner 2, von einem Köter 2 gl. bekommen, wollte aber itzo mehr haben.

7. Hätten zum Haus Eisenberg 2 Stellungen zu ackern, eine im Himmelreich von 4 Morgen und einem Morgen eine aber am Heimhagen von 2 Morgen, zwischen den Hölzern 2 Morgen, auf dem Hermannskeller 21/2 Morgen allein. Die dritte Stellung werde angewiesen und zwar mit zugehörigen Ackerfuhren Säen und Eggen. Sie hätte die hiesige herrschaftliche Wiese über der Mühenwiese allein zu mähen, zu heuen, für Grummet aber nicht. Ebenso hätten sie zu Oberense ein gewisses Stück zu mähen, sie täten aber weiter nicht daran. Item, in der Holosen hätten sie und die Nerderschen eine Eppische Pfandwiese interimsweise ganz zu bestellen. Ebenso pflegten sie in der Erntezeit 1 Tag oder wohl auch 2 Tage zu schneiden, die Gerste und Hafer (vom Pfarrgut) müssten sie abmähen, auch wulken und binden, auch wohl 1 oder bisweilen 2mal Frucht einführen, zum Bansen werden Leute besonders bestellt. Das Düngen hatte keine gewisse Zeit, sie pflegten aber bisweilen 1 oder 2 Tage zu düngen. Holz auf den Eisenberg mussten sie hauen. Jedes Haus musste 1 Stück spinnen, ein Tag am Flachs arbeiten, wenn es nötig ist, und 10 Bunde dreschen. Hiergegen bekommen ein Wagen- oder Pflugführer ein halbes Brot, ein Köter ein viertel Brot, und bei aller Arbeit den Trank. Die ungemessenen Dienste fielen zur Zeit der Hofhaltung, Herrenlagern, Jagden oder andern Fällen, mit Wagen oder mit der Hand.

9. Die Güter sind hier teils Erb-, Lehen- meistens aber Pachtland, wie bei jedem Mann beschrieben.

10. Es sind alle Zehnten der gn. Herrschaft alleine, von den Wiesen wie auch von den Ländern.

11. Es falle kein Wiesengeld, weil sie zehntbar sind.

12. Es falle keine Heuer für Pächter.

13. Das Nollen oder weiland Junker Treysen ganze Ackergut hätte 200 Rtl. an gn. Herrschaft für derselben (Güter) Dienstfreiheit gegeben, welche 200 Rtl. seien an den Junker wieder zurückgezahlt. Johan Arend Schalk und Hans Henrich Jäger haben die Güter (bewirtschaftet). Jetzt liege das Nollengut wüste. Diese beiden aber suchten annoch um die 200 Rtl. oder die Freiheit nach. Eine Kindbettersche habe den Handdienst, und zur Zeit der Hühnererhebung 1 Huhn frei, doch nicht außerhalb der 6 Wochen.

14. Die Schatzung sei vor langer Zeit von den Beamten der gn. Herrschaft angesetzt und werde annoch nach jedes Mannes Gelegenheit erhoben, wie bei dem vorhergehenden Verzeichnis der Mannschaft zu sehen ist. Seien zuletzt durch den Richter nach Gutdünken umgesetzt worden.

15-17. Gefälle der gn. Herrschaft sind bei jedem Manne am Ende spezifiziert.

18. Die Mannschaft itzo wie auch die wüsten Stätten sind vorher verzeichnet

Die Gebäude 1682

1. Johan Arnd Schalk , Halbspann, pachtbar

Das Haus steht zu unterst des Dorfes unterm Werbelscheid, sieht mit der Miste nach Norden –

17 Rtl.- (42), ein Stall am Ostgiebel des Hauses  7 Rtl. (18), eine Scheuer im Osten über der Miste 13 Rtl. (31) ein Backhaus in seinem Garten am Wasser 0 (4), ein Schweinstall zwischen der Miste und dem Wege 1 Rtl. (4), ein Garten hinter den Gebäuden bis an den Bach, im Osten bis an Hans Jägers Wiese  20 Rtl., ein Garten auf dem Hundemarkt  an Nöllen Lande und dem Wege 3 Rtl., ein Krautgarten zwischen der Nörder und Nöllen Garten, an beiden Enden auf die Nörder 

5 Rtl.. Zahlen  in Klammern geben alte Schatzung an.

2. Johan Sauren  – weiland – itzo auch Joh. Arnd Schalk

Eine wüste Stätte zwischen dem Wege und Hans Michel Geldmachers Scheuer. Kötergut, pachtbar sich selbst, 5 Parzellen Land, 2 Wiesen. An die Herrschaft fielen 6 d Beede, 4 ß Hauszins, 1 Rauch- und 1 Zehnthuhn

3. Engelbracht Küten, Halbspann, dient mit 1 Pferd, Rhensches Lehen, der Zehnte an gn. Herrschaft. Das Haus steht unterm Werbelscheid zwischen Hans Michel Geldmacher u. Joh. Arnd Schalck, sieht aufs Werbelscheid, die Miste davor. 15 Rtl. (28). Ein Garten hinter und neben dem Hause, in Osten an Schalks Haus, in Süden übers Wasser 8 Rtl.. Im Redal zwischen Henrich Kleinen Wiese u. Melchior Bergmanns Krautgarten  3 1/2 Rtl.. An die Herrschaft fielen 1 ß 3 d Beede, 8 ß 7 d Holzgeld, je 1 Rauch- und Zehnthuhn

4. Johan Michel Geldmacher, Halbspann, dient mit 1 Pferd, dem Haus Lengefeld pachtbar, vom Junker zu Rhena herrührend, der Zehnte an gn. Herrschaft. Das Haus steht unterm Werbelscheid, sieht aufs Werbelscheid, die Miste zwischen dem Wege und Haustür  24 Rtl., die Scheuer ungefähr 1 ½ m westseits dem Hause  10Rtl. ein Schweinestall zwischen der Miste und dem Wege (2). Ein Garten hinterm Hause und Scheuer bis an den Bach, im Osten bis an Engebracht Küten Garten. Pacht: gibt 3 Mütte Hafer, 3 Hahnen, 3 Steige Eier an Junker in Rhena. Anm.: Hafer nach Lengefeld.

5. Georg Kleinen, Halbspann. Das Haus steht unter der Weede, zu unterst des Dorfes, sieht samt der Miste gegen das Werbelscheid, ein Stall gegen der Miste westseits  28 Rtl. Pacht: 3 Mütte Hafer nach Korbach.

6. Hans Henrich Jäger, Halbspann, pachtbar Kloster Netze. Das Haus steht mitten im Dorf, nordseits des Wassers, sieht mitsamt der Miste nach Osten, die Scheuer vor der Miste am Wege, ein Backhaus am Wasser 27 Rtl..

7. Melchior Bergmann, Halbspann, Rauchbar Lengefeld. Das Haus steht am Berghof, längs dem Wege nordseits, nebst einer angehängten Scheuer im Westen, ein Backhaus vorm Hause 24 Rtl. . gibt nach Sudeck an Joh. Henken 10 Rtl..

8. Johan Kalhöfer (jetzt Hof Trachte-Dommes), Vollspann, nach George Kaldehofer, modo Tewes Backhaus, Jungmannsche Pacht. Das Haus steht zu oberst des Dorfes zwischen dem Hagen und Daniel Kils, sieht mitsamt der Miste nach Osten, die Scheuer nordseits des Hauses unterm Hagen, ein Schweinestall vor einer Miste an seinem Garten, ein Backhaus in seinem Garten am Wege, ein Schafstall am Ostgiebel der Scheuer 42 Rtl. Pacht an Jungmanns Erben. 10 Mütte Hafer, 6 Hahnen, 6 Steige Eier. An die Herrschaft ½ ß Beede, 1 Holzgeld, je 1 Rauch- und Zehnthuhn.

9. Junker Treisen Wüstegut, ein Halbspann, soll dienstfrei sein, vielleicht Geldbelege (?), die Vietorschen Erben damit dienstfrei belehnt. Die wüste Hausstätte unter der Weede, zwischen Kalhofers Garten und seinem Garten, die Miste steht nach Norden, die Scheuerstätten am Westteil der Miste, ein Garten um die Stätte herum bis an Nöllen.

10. Nollen Gut, Pacht: Pfarre zu Nörder, Vollspann. Diese wüste Hausstätte, Hof und Garten im Süden unter Melchior Bergmanns Haus, im Westen mit der Spitze unters hohe Ufer, im Norden an den Bach und Schalks Garten, im Osten an den Weg und das Wasser. Ein Garten an Georg Kleinen Haus 17 Rtl. Späterer Nachtrag: Nöllen Gut Jacob Clement von Bomighausen, Pacht 10 Mütte an die Pfarre, 6 dem Pfarrer, 4 dem Köster.

11. Johann Ranfft, Köter. Das Haus steht oben nordseits am Wasser, sieht samt der Miste nach Osten, ein Garten, der Jungfrauen Garten genannt, zwischen der Nörder und Georg Kleinen Garten 14 Rtl. Anmerkung: Die Jungfrauen waren 4 unverheiratete Schwestern von Hesseler. Es fielen 3 d Beede an.

12. Daniel Kiel, Köter. Das Haus steht oben im Dorf, zwischen Ranft u. Kalthofen, sieht mit der Miste nach Osten 12 Rtl..

13. Henrich Bölen, ein Köter. Die wüste Stätte steht im Triangel bei zwei Wegen, die ins Dorf hinaufgehen.

14. Urban Bergmann, Köter. Die wüste Hausstätte nebst dem Hof steht unterm Werbelscheid über dem Nörderschen Wege.

15. Johan Münster, Köter. Die wüste Hausstätte steht vor der Brücke südseits des Gartens und stette (?stand?) am Wasser.

16. Die Mühle zum Kastengut gehörig – mit anderer Schrift: eine wüste stete gibt gn. Herrschaft an Hauszins 6 ß.

Anmerkung: Die über 40 Seiten des Salbuches lassen einen vollständigen Abdruck nicht zu, besonders fällt die Auflistung der Acker- und Wiesenparzellen mit Lage, Größe und Wert hier fort. Schalk hatte 23 Land- und 7 Wiesenparzellen, zu Sauren gehörten 5 und 2, zu Küte 27 und 5 Parzellen. Bevor Clement ins Nöllengut kam, hat offenbar Kalhöfer dieses mitbearbeitet. In der Schatzung wird bei ihm unterschieden zwischen Erbgut und Lehngut. in der Schatzungsliste sind Münster und Bölen (Beelen, Behlen) nicht aufgenommen.

In Bömighausen  ansässige Familien lt Saalbuch 1687

 1. Bergmann                              Melches                    Halbspann
 2. Bergmann                              Urban                       Köter
 3. Böllen                                    Heinrich                    Köter
 4. Clement                                                                 Nöllengut
 5. Engelbrecht                            Küten                       Halbspann
 6. Geldmacher                            Joh. Michael              1 Pferd
 7. Jäger                                     Hans-Heinrich            Halbspann
 8. Kalhöfer                                 Georg                       Halbspann
 9. Kiel (Kill)                                Daniel                       Köter                          
10. Kleine                                   Georg                        Halbspann                       
11. Münter                                  Johann                      Köter
12. Rannfft                                                                  Köter
13. Sauren                                  Johann                      Kötergut
14. Schalk                                   Johann
15. Tresen                                   Johann (Junker)        Wüstegut
16. zum Wüstegut gehörend

In Bömighausen  ansässige Familien lt. Pfarrer A. Ulrich (nach Unterlagen der Kirche).

 1. Alvan                               1670 - 1722                Schmied
 2. Backhaus                         1650 - 1721
 3. Behlen                             1725                           (aus Welleringhausen)
 4. Bergmann                        1600 - 1770
 5. Clement, Jakob                 1680 - 1774
 6. Eggending                        1700                           (Müller)
 7. Ehringhausen                    1670                           (später in Neerdar)
 8. Emden                             1740
 9. Figge ?                                       1780
10. Geldmacher                     1680 - 1728
11. Herting ?                         1745                           (aus Nieder-Ense)
12. Hofmann                         1703                           (Müller)
13. Jäger                              1670 - 1758
14. Kalhöfer                          1650
15. Kiel                                 1600
16. Kleine                             1660
17. Knippschild
18. Koch                               1674                           (aus Mengeringhausen)
19. König Müller                    1650
20. Küte ?                             1650
21. Lahma                            1670
22. Pohlmann                       1791                            (aus Heringhausen)
23. Potthof                           1879                            (aus Flechtdorf)
24. Pöttner                           1774                            (aus Lengefeld)
25. Schalk                            1661
26. Schnautz                        1800
27. Schulze                          1675
28. Schüttler                        1680
29. Trachte                          1742                             (aus Hemmighausen)
30. Trögeler                         1733                             (aus Goddelsheim)
31. Wilke                             1700
32. Wittmer                         1700

 

 

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